Tödlicher Verkehrsunfall auf der B54
Datum: 10. Mai 2026
Alarmzeit: 15:51 Uhr
Einsatznummer: 2026169
Alarmierungsart: 2. Gruppe BO, 2. Gruppe BU, 3. Gruppe BU, Dienstbetrieb, I&K BO
Art: VU-P-klemmt
Einsatzort: B54 Abf. Metelen/Abf.Sonnenschein
Fahrzeuge: Stf-1-HLF20, Stf-1-KdoW 2, Stf-1-RW, Stf-2-HLF20, Stf-1-HLF10, Stf-2-ELW1, Stf-2-TLF4000, STF-RTW-1
Weitere Kräfte: Christoph Dortmund, Ems-RTW-1, Polizei, Rettungsdienst Kreis Steinfurt, Rhn-RTW-1, RTH „Christoph Europa 2“
Einsatzbericht:
Hinweis vorab:
Aus Respekt gegenüber den Betroffenen und deren Angehörigen veröffentlicht die Feuerwehr Steinfurt Berichte zu Einsätzen mit Todesfolge grundsätzlich erst frühestens 24 Stunden nach dem Ereignis. Wir bitten hierfür um Verständnis.
Am Sonntagnachmittag wurde die Feuerwehr Steinfurt zu einem schweren Verkehrsunfall auf die B54 zwischen den Anschlussstellen Steinfurt-West und Metelen alarmiert. Gemeldet wurde ein Zusammenstoß von zwei Pkw mit mehreren betroffenen Personen, darunter zunächst auch eingeklemmte Fahrzeuginsassen.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage. Zwei Personen befanden sich bereits außerhalb der Fahrzeuge und wurden durch den Rettungsdienst versorgt. Weitere Maßnahmen der Feuerwehr konzentrierten sich auf die technische Hilfeleistung, die Sicherstellung des Brandschutzes sowie die Unterstützung des Rettungsdienstes bei der Versorgung der Verletzten.
Trotz aller eingeleiteten Maßnahmen verstarben zwei Personen noch an der Einsatzstelle. Weitere betroffene Personen wurden medizinisch versorgt und in umliegende Krankenhäuser transportiert.
Aufgrund der Schwere des Unfallgeschehens wurden zahlreiche Kräfte der Feuerwehr Steinfurt aus Burgsteinfurt und Borghorst sowie mehrere Rettungsmittel und zwei Rettungshubschrauber alarmiert. Während des Einsatzes wurde die Bundesstraße vollständig gesperrt.
Im weiteren Einsatzverlauf kam es durch mehrere Verkehrsteilnehmer zu Behinderungen der Rettungsmaßnahmen. Insbesondere unerlaubte Wendemanöver im Bereich der Vollsperrung erschwerten das Anrücken weiterer Einsatzkräfte sowie die sicheren Landeanflüge der Rettungshubschrauber erheblich.
Darüber hinaus mussten Einsatzkräfte feststellen, dass sich auf einer Brücke entlang der Bundesstraße zahlreiche Schaulustige sammelten und das Einsatzgeschehen beobachteten.
Gerade bei schweren Verkehrsunfällen stehen für alle Einsatzkräfte die Versorgung der Betroffenen sowie ein möglichst störungsfreier Ablauf der Rettungsmaßnahmen im Vordergrund. Um dies gewährleisten zu können, ist es entscheidend, Absperrungen zu beachten, Einsatzstellen weiträumig zu umfahren und den betroffenen Personen sowie deren Angehörigen mit der notwendigen Pietät und Rücksicht zu begegnen.
Nach Abschluss der Rettungsmaßnahmen wurde die Einsatzstelle zur weiteren Unfallaufnahme an die Polizei übergeben.
Die Feuerwehr Steinfurt war mit rund 30 Einsatzkräften etwa anderthalb Stunden im Einsatz.
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