Großbrand in Gewerbebetrieb

Datum: 7. Mai 2022
Alarmzeit: 13:31 Uhr
Einsatznummer: 2022196
Alarmierungsart: Vollalarm Burgsteinfurt/Borghorst
Art: Brand-groß
Einsatzort: Bleichereistraße
Fahrzeuge: Stf-1-AB-Löschmittel, Stf-1-ELW1, Stf-1-GWL2, Stf-1-HLF20, Stf-1-KdoW 2, Stf-1-LF10, Stf-1-LKW, Stf-1-RW, Stf-1-TSFW, Stf-1-WLF-1, Stf-1-DLK 23, Stf-2-DLK 23, Stf-2-HLF20, Stf-2-KdoW, Stf-2-LF10, Stf-2-MTF-1, Stf-2-MTF-2, Stf-2-MTF-3, Stf-2-MTF-4, Stf-2-ELW1, STF-2-LF20KatSch, Stf-2-TLF4000
Weitere Kräfte: DRK Ortsverband Borghorst, DRK Ortsverband Emsdetten, Feuerwehr Emsdetten, Feuerwehr Neuenkirchen, Feuerwehr Nordwalde, Feuerwehr Ochtrup, Feuerwehr Rheine, Feuerwehr Wettringen, Feuerwehrtechnische Zentrale, JO-STF-RTW-2, Kreisbrandmeister, Polizei, RTH „Christoph Europa 2“, THW Baufachberater


Einsatzbericht:

Am frühen Samstagnachmittag kam es an der Bleichereistraße zu einem folgenschweren Brandereignis.

Aus unbekannten Gründen stand das Flachdach einer Gewerbehalle in Flammen. Es wurde umgehend Vollalarm für die gesamte Feuerwehr Steinfurt ausgelöst. Bereits auf der Anfahrt war eine gewaltige Rauchsäule über der Einsatzstelle zu sehen. Nachdem die ersten Kräfte eingetroffen waren, gingen 2 Trupps des HLF20 unter Atemschutz im Aussenangriff gegen die Flammen vor. Die Drehleiter bereitete einen Außenangriff vor. Zunächst konnte die Wasserversorgung, über naheliegende Unterflurhydranten, sichergestellt werden. Im weiteren Verlauf wurden mehrere Leitungen zu einem offenen Gewässer in der Nähe verlegt, um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Gleichzeitig wurden die Feuerwehren Nordwalde und Emsdetten mit wasserführenden Fahrzeugen und Atemschutzgeräteträgern angefordert.
Ausserdem der Gerätwagen Atemschutz aus Wettringen sowie aufgrund der gewaltigen Rauchsäule die Messleitkomponente des Kreises Steinfurt. Da sich diese Spezialkräfte noch bei einer Alarmübung im Chemipark Marl befanden, gestaltete sich deren Anfahrt als etwas langwieriger.
Unterdessen konnte der Bürotrakt vor den Flammen weitesgehend geschützt werden. Im hinteren Bereich der Produktionshalle breiteten sich die Flammen rasend schnell aus. Es kam zu Explosionen im Dachbereich.
Kurz vor zwei größeren Gasbehältern (je 50m³ CO²) konnten die Flammen durch eine Riegelstellung über die Burgsteinfurter Drehleiter aufgehalten werden. Die Einsatzstelle wurde in mehrere Abschnitte unterteilt. Auch der Kreisbrandmeister und die Bürgermeisterin machten sich ein Bild von der Lage vor Ort.
Über zwei Wenderohre und diverse handgeführte Rohre wurde das Feuer von allen Seiten bekämpft. Im weiteren Verlauf unterstützte ein Bagger, der vom Eigentümer beauftragt wurde, die Löscharbeiten.
Der DRK OV Borghorst unterstützte die Arbeiten und versorgte die Kräfte mit Getränken und Nahrungsmittel. Außerdem stellte der DRK OV Emsdetten einen RTW für den Eigenschutz und entlastete so den Regelrettungsdienst.
Nachdem der massive Löschangriff Wirkung zeigte und der Brand unter Kontrolle gebracht werden konnte, wurden die ersten externen Kräfte aus dem Bereitstellungsraum entlassen. Außerdem wurde das HLF20 Borghorst aus dem Einsatz ausgelöst um wieder einen Grundschutz für die Stadt Steinfurt zu haben. Dieser wurde für mehrere Stunden von einem Löschfahrzeug der Feuerwehr Rheine gestellt.

Umfangreiche Aufräumarbeiten schlossen sich an, während weiterhin Glutnester in der Halle bekämpft wurden.
Nachdem die Einsatzstelle zunächst an die Polizei und einen Sicherheitsdienst übergeben werden konnte, wurden im laufe der Nacht 2x je eine Gruppe aus Borghorst für weitere Nachlöscharbeiten alarmiert.
Am Sonntag Morgen fuhr der 1. Zug aus Borghorst ebenfalls die Einsatzstelle an. Die Kameraden nutzten ihre Zugübung für weitere Nachlöscharbeiten.

Bei einer weiteren Kontrolle am Sonntagabend konnten keine Glutnester mehr erkannt werden.